Literaturempfehlung


Eine Auswahl von Büchern aus dem Bestand der Hospizinitiative, deren Beachtung wir empfehlen:

Gruppe 1: Bücher zum Thema Kinder und Tod

Nr. 24: Kinder begegnen dem Tod. Marielene Leist, Psychotherapeutin, geb. 1925, bei der 4. Aufl. ist sie 74 Jahre alt. Ein aus der Distanz geschriebenes Buch, fast wissenschaftlich kühl, zu vielen Themen, wie ein Kind mit Sterben und Tod umgeht (Urteil: befriedigend)

Nr. 69: Um Kinder trauern Eltern und Geschwister begegnen dem Tod. Anja Wiese, Trauerbegleiterin, geb. 1948, beim Erscheinen des Buches 2001 53 Jahre alt. Mit einigen anderen Autoren, u.a. einer Gymnasiastin, die um ihren Bruder trauert, schreibt sie über existentielle Krisen (Urteil: sehr gut)

Nr. 15: Kinder sterben anders Eine Hilfe für Betroffene. Mehrere Autoren, u.a. Anja Wiese, vorwiegend Berichte von Vater, Mutter, Geschwistern zum Sterben eines Kindes (Urteil: sehr gut)

Nr. 26: Tod und Sterben Kindern erklärt Andrea Moritz (Pfarrerin), geb. 1957, beim Erscheinen des Buches 2001 44 Jahre alt, mit Illustrationen; hilfreich zum Gespräch mit Kindern im Vor- und Grundschulalter. (Urteil: gut)

Gruppe 2: Bücher zum Thema Persönliche Vorbereitung auf hospizliche Sterbebegleitung

Nr. 11: Die Kunst des Sterbens Der Tod, und wie wir damit umgehen können. Marie de Hennezel (Psychologin, die lang mit unheilbar Kranken gearbeitet hat) und Jean Yves Leioup (Orthodoxer Priester und Philosoph). Ars moriendi: Überlegungen über die eigene Einstellung zum Tod, über Spiritualität, unabhängig von konkreten Religionen (christlich-jüdisch, buddhistisch ...). Zum Teil schwierige Texte (Urteil: gut)

Nr. 9: Die Dunkelheit teilen Spiritualität und Praxis der Sterbebegleitung. Sheila Cassidy ist Ärztin, medizinische Leiterin eines Hospizes. Ais christlicher Überzeugung heraus persönliche Erfahrungen im Umgang mit Leidenden und Sterbenden (Urteil: gut)

Nr. 54: Hospiz Was Sie wissen sollten, wenn Sie sich engagieren wollen. Birgit Stappen (Dipl.-Psychologin) und Reinhard Dinter (Dipl.-Ökonom), beide an der FH Mainz, Pflegemanagement tätig. Es geht um persönliche Voraussetzungen für Arbeit an der Hospizidee. (Urteil: sehr gut)

Nr. 2: Sterben – eine Zeit des Lebens ein Handbuch der Hospizbewegung. Zwei Herausgeber: Helmuth Beutel, geb. 1940 (Sozialarbeiter und Psychotherapeut) und Daniela Tausch-Flammer, geb. 1961, das Buch erschien 1989, in der 4. Asufl. 1996. Eine Vielzahl von Autoren schreibt kurze Artikel zu Stichworten, z.B. „Angst vor der Begegnung“ (Urteil: sehr gut)

Nr. 31: Leben gestalten bis zuletzt Carola Otterstedt, geb. 1962, Sterbe- und Trauerbegleiterin. Ratgeber aus Begleitungs-Erfahrungen (Urteil: sehr gut)

Gruppe 3: ein Buch zum Vorlesen für ältere Menschen

Nr. 28: Die Zeit, nach der ich mich sehne Kurze Erzählungen und Gedichte von Hans Christian Andersen, Dietrich Bonhoeffer, Michael Ende, Theodor Fontane und anderen (Urteil: sehr gut)



Bücherliste (Auszug) der Hospizinitiative Wittlich (Stand 2010)

Nr. (in der Liste)   -   Autor/Herausgeber   -   Titel   -   Erscheinungsjahr   -   Inhalt
(Wertung durch U. Iseke (in Schulnoten: 1 = sehr gut bis 5 = mangelhaft))

1 Albrecht et al.: Hospizpraxis 1995/98: viele gute Gedanken, rechtlich veraltet 2
2 H. Beutel et al.: Sterben - eine Zeit des Lebens 1989/96: Teil I: Nachdenken über Leben - Sterben - Tod, Teil II: Handbuch. Viele Autoren geben Gedanken wieder zu den Begleitumstän-den des Sterbens; Teil III: Hinführung zur Hospizarbeit (Schulung, Hospize in Stgt. Recklinghs., Aachen, Hannover etc. 1-
3 Lis Bickel et al (Hg): Ich möchte dich begleiten: Texte von Abschied und Hoffnung; Erzählungen und Gedichte der Weltliteratur. 1
4 H. Böhl et al (Hg): Wenn Sterbebegleitung an ihre Grenzen kommt 2002: Nachdenken über Grenzsituationen zum Tod 1
6 Sterben und Sterbebegleitung; Tagungsbericht Nov. 1992 Bm Familie u. Senioren; ein interdisziplinäres Gespräch 2
8 J. Cacacakis: Auf der Suche nach den Regenbogen-Tränen: 1994 An Hand eines etwas „gestelzt“ erzählten Märchens Gedanken über Umgang mit Abschied und Trennung 3
9 Sheila Cassidy: Die Dunkelheit teilen: Spiritualität in der Pflege 1995: Ein persönlicher Lebensbericht 2
10 B. Cramer (Hg): Plötzlich und sanft; Sprüche u. Gedichte zu Sterben u. Tod 1
11 Die Kunst des Sterbens (ars moriendi) 1997/2002 Befragung von einer Psychologin mit Begleitungserfahrung und eines orthodoxen Priesters zu anthropologischen Fragen in Anlehnung an die großen Religionen; ein philosophischer, z. T. schwieriger Text 2
13 Gustava Everding et al (Hg): Würdig leben bis zum letzten Augenblick; Erfahrungen aus dem Christophorus-Hospiz-Verein München 2000 1-
14 R.Fuchs: Das Geschäft mit dem Tod - Plädoyer für ein Sterben in Würde Medizinisch- ethisch - juristische Aufklärungsschrift über Bioethik, Transplantationsgesetz, umfassend informativ, dabei streckenweise polemisch und problematisch; fordert Auseinandersetzung 2
15 Uwe Hermann (Hg): Kinder sterben anders - Eine Hilfe für Betroffene 1999 über Kinderhospize, Berichte von Angehörigen 1
17 E. Kübler-Ross: Über den Tod und das Leben danach 1984/2002 3 Aufsätze/Vorträge über ihr „Wissen“ über den Tod als Heraustreten aus dem physischen Körper: problematisch 2
18 E. Kübler-Ross: Erfülltes Leben - würdiges Sterben 1993/99: Vorträge vor Publikum über ihre Erfahrungen mit Sterbenden 2
21 E. Kübler-Ross: Interviews mit Sterbenden 1969/90 (gekürzt): Ergebnisse einer Uni-Seminartätigkeit in USA 2
23 Ida Lamp et al: Hospizarbeit konkret 2001 informativ 1
24 Marielene Leist: Kinder begegnen dem Tod 1979/99; Ziemlich trocken belehrender Stil in „Diplom-Systematik“ 3
26 Andrea Moritz (Pfarrerin): Tod und Sterben Kindern erklärt 2001 Kleine erdachte Erzählungen, wie Kinder den Tod erleben (mit Kommentar) 2
27 M. Müller (Hospiz Bonn) et al: Unwiederbringlich - vom Sinn der Trauer - Hilfen bei Verlust und Tod 1997/99: Aus eigenen Erfahrungen Gedanken zur Trauerarbeit 2
31 Carola Otterstedt (freie Sterbe- und Trauerbegleiterin): Leben gestalten - bis zuletzt 1999 Ratgebender Begleiter für Begleitende mit vielen einfühlsamen Beispielen, praktisch und spirituell 1
33 Chris Paul: Wie kann ich mit meiner Trauer leben? Ein Begleitbuch 2000; vergleichsweise „trocken“, emotionsarm, sachlich 3
34 Chris Paul (Hg): Neue Wege in der Trauer- und Sterbebegleitung 2001: Auszüge aus der englischen Literatur, sonst kaum zugänglich; Schwerpunkte: Kinder u. Jugendliche trauern; Kunst des Gedenkens; referatmäßig ziemlich trocken 3
35 3 Autoren, die am Institut für Trauerarbeit Hamburg arbeiten und Trauerseminare in Bad Segeberg halten: Rituale in der Trauer: Eindrucksvolle Schilderung von Ritualen in Familien-Trauer-Wochenenden, sehr emotional 1
43 Joh. Roth: Ich weiß doch gar nicht, wie Sterben geht 2000: Tagebuch des Ehemanns über 2 Jahre, das Sterben seiner Frau an Hirntumor begleitend 1
48 Ernst Schneck (!): Verkauf’ mir das Leiden nicht als Gottes Willen! 1998 Tagebuch 7.7.88 - 18.10.89, Tod des Sohnes am 21.12 94 an genetischer Stoffwechselkrankheit 1
55 Ingrid Strobel: Ich hätte sie gern noch viel gefragt; Töchter und der Tod der Mutter 2002; sehr gefasste, aber liebevolle Beschreibung eigener Erfahrung und das Ergebnis von 20 Interviews von Töchtern gestorbener Mütter 2
57 Joh. Christ. Student (Hg): Im Himmel welken keine Blumen 2000. Im Zentrum des Buches Bericht von Ute Student über den Verlust ihres 1. frühgeborenen Kindes. Dazu Erzählungen, wie Kinder dem Tod begegnen 1
58 Daniela Tausch-Flammer et al: Wenn ein Mensch gestorben ist - Wie gehen wir mit dem Toten um? 1995/97 Anregungen und praktische Hilfen 1
59 Autoren von Nr. 58: Wenn Kinder nach dem Sterben fragen; Begleitbuch für Kinder, Eltern, Erzieher 1994/2000 Empathische Betrachtungen 1
61 Velma Wallis (eine Eingeborene aus Alaska): Zwei alte Frauen; Das Vogelmädchen: 2 Romane als Nacherzählungen überlieferter Legenden 2
63 John White Sterben ist kein Tabu esotera-Taschenbuch 1988/95 Ein Selbsthilfeprogramm für den bewussten Umgang mit dem Tod; Meditation als Methode zur Beseitigung von Todesfurcht: problematisch! 4
64 Anja Wiese (Trauerbegleiterin): Um Kinder trauern; Eltern und Geschwister begegnen dem Tod; Die Autorin verlor ihren 2. Sohn mit 7 J. an Leukämie; sehr persönliche Bearbeitung 1
65 E. Wiesenhütter: Blick nach drüben Selbsterfahrungen im Sterben. Berichte über Menschen, die im Sterben zurückgeholt wurden 1976/91; Sterbeerfahrungen als positive Erlebnisse 2
66 Betty Jane Wylie: Vom Sinn der Trauer: Trauern als kreativer Prozess 1996/2001 8 Werkzeuge der Überlebensstrategie. Sehr subjektiv und suggestiv! 3
67 Christel (u. Isabell) Zachert: Wir treffen uns wieder in meinem Paradies; Bericht über das Krebserleben und Sterben ihres zweiten Kindes, das mit 15 J. an Krebs erkrankte; Tagebuch der Patientin; sehr persönlich, mit Begleittexten 1993/2002 Gründung einer Stiftung 1
68 Monika Zeitner: Einladung in den Himmel; So habe ich mein sterbendes Kind begleitet 2000; mit 2 ½ Jahren Erkrankung an Leukämie; sehr persönlich, vom Glauben geprägt 2

ohne Erfassungsnummer: G.Braun et al: Das große und das kleine NEIN; Bilderbuch zum Thema Prävention bei Kindern mit Literaturempfehlungen und Verhaltensanregungen 1