PCA-Schmerzpumpe

an den ambulanten Hospizdienst in Wittlich übergeben



Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurde dem ambulanten Hospizdienst am 19.12.2012 eine durch Spenden finanzierte PCA-Schmerzpumpe überreicht. 


Vielen Dank allen Förderern und Spendern !


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Unterstützung für Maria Groß im Ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienst der Caritas – Sozialstation Wittlich


Seit dem 1. Oktober 2012 gibt es neben Maria Groß eine weitere hauptamtliche Hospizfachkraft (50% Stelle) in der Region Mosel-Eifel-Hunsrück. Sie heißt Birgit Bitzigeio, lebt seit 18 Jahren mit ihrer Familie in Erden und hat nach ihrer Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin (1984 – 1987 im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Trier) vielfältige Erfahrungen sowohl im Krankenhaus, im Altenpflegeheim als auch in der ambulanten Pflege sammeln können. Die letzten 10 Jahre arbeitete sie im Altenzentrum St. Josef in Ürzig.

Birgit Bitzigeio hat vor 11 Jahren an dem knapp einjährigen Befähigungsseminar für Hospizmitarbeiter/innen in Bernkastel-Kues teilgenommen. Dieses Seminar basiert auf dem Fortbildungs-konzept der VELKD (Vereinigte Evangelisch Lutherische Kirche Deutschlands).
Im September dieses Jahres beendete sie sowohl die berufsbegleitende Weiterbildung Palliative Care – Behandlung, Pflege und Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen - als auch die Weiterbildung zur zertifizierten Pflegeberaterin, die sie an der Maria-Hilf Akademie in Dernbach absolvierte.

Beide Weiterbildungen, sowie die bisherigen Berufs- und Lebenserfahrungen bieten ein gutes Grundgerüst um Schwerstkranke und deren Angehörige zu beraten und zu unterstützen.

Ihre Aufgaben als Hospizfachkraft im ambulanten Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienst sind:

Patientenerstbesuche (zu Hause, im Krankenhaus oder im Pflegeheim) um bedürfnisorientierte Hilfe lleleisten zu können und Unterstützung zu bieten

Beratung über mögliche Hilfsangebote und deren Vermittlung

Anleitung in palliativpflegerischen Maßnahmen

Unterstützung der Symptomkontrolle und eingeleiteten Therapiemaßnahmen

Beratung zu effektiver Schmerzbehandlung in Abstimmung mit Ärzten

Zusammenarbeit mit Pflegediensten, Ärzten, Palliativmedizinern, Schmerztherapeuten, Krankenhäusern, Altenheimen und der Seelsorge

Fachliche Begleitung und Koordination der ehrenamtlichen Hospizhelfer/-innen


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Spenden aus Benefizveranstaltung übergeben



                Vereinigte Volksbank Raiffeisenbank veranstaltete Benefiztag

                        zum „Internationalen Jahr der Genossenschaften“



In der Wittlicher Vereinigten Volksbank Raiffeisenbank gab es Anfang Oktober glückliche Gesichter: Vertreter von vier Organisationen bedankten sich für Spenden in Höhe von insgesamt 4.000 Euro. Zusammengekommen war das Geld bei der Benefizveranstaltung der Bank anlässlich des Internationalen Jahres der Genossenschaft am 7. Juli am Sportgelände in Wittlich-Lüxem. Bei der Veranstaltung wurde die Bank unterstützt von den Benefiz-Radlern und dem SV „Grünewald“ Lüxem.

Zahlreiche Sportbegeisterte joggten, wanderten und radelten damals für den guten Zweck und die Vereinigte Volksbank Raiffeisenbank spendete einen Euro pro gelaufenen Kilometer sowie 50 Cent für jeden geradelten Kilometer. „Wie in einer Genossenschaft haben wir beim Sport unsere Kräfte gebündelt, um gemeinsam etwas Gutes für unsere Gesellschaft zu tun“, sagte Vorstandssprecher Michael Hoeck und überreichte Schecks in Höhe von jeweils 1.000 Euro an die Spendenempfänger. Dazu gehörten die Hospizstiftung der Region Trier „Da-Sein“, die Hospizinitiative Wittlich, die Kreisjugendfeuerwehr Bernkastel-Wittlich und die Kreisjugendfeuerwehr Cochem-Zell.

                             Benefiz-Radler übergeben weitere 2.000 Euro

Jeweils 1.000 Euro gingen außerdem an den Förderverein Multiple Sklerose Bernkastel-Wittlich und an die Selbsthilfegruppe Parkinson. Dieses Geld spendeten die Benefiz-Radler aus den Erlösen ihrer jüngsten Benefizveranstaltungen.



Glückliche Spendenempfänger in der Vereinigten Volksbank Raiffeisenbank mit Vorstandssprecher Michael Hoeck (vorne mitte) und den Vorsitzenden des SV Lüxem Jörg Ehlen und der Benefiz-Radler Eddy Linden (hinten rechts)




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Ökumenischer Gedenkgottesdienst für Verstorbene

der Hospizarbeit und des Lebenscafes



„In Seinen Händen“, so war der ökumenische Gedenkgottesdienst am 12. November in der evangelischen Christuskirche überschrieben.
Mit dieser tröstlichen Zusage erinnerten sich Angehörigen und ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Hospizarbeit und des Lebenscafes an die Verstorbenen des letzten Jahres.
Mit dem Gedicht „Herbst“ von Rainer Maria Rilke wurde der Moment des bewussten Erinnerns an die einzelnen Verstorbenen eingeleitet. Jedes Blatt, das vom Baum herab fällt und jede Hand, die fällt, fällt nicht ins Bodenlose, sondern wird sanft aufgefangen. „Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen unendlich sanft in seinen Händen hält.“, so heißt es im Gedicht von Rilke.
So wurde im Gedenkgottesdienst für jeden Verstorbenen ein Blatt in eine Handschale gelegt, um genau dies deutlich zu machen: Auch unsere Verstorbenen sind in Seinen Händen geborgen.

Eingeladen hatten die Hospizinitiative Wittlich und das Lebenscafe Wittlich.
Die Kollekte von 280 Euro kommt der Hospizinitiative zugute.




Herbst

Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.

Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.

Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.

Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.


                                                                                  Rainer Maria Rilke



(Predigt von Pastoralreferentin Bianca Anzenhofer)


Liebe Schwestern und Brüder!

Vor einigen Wochen waren mein Mann und ich mit unseren drei Töchtern auf dem Friedhof, an den Gräbern von Oma und Opa. Es war ein herrlicher Tag, die Sonne schien und es war warm genug für ein Familienpicknick auf dem „Eulenköpfchen“, einem Aussichtspunkt ganz in der Nähe des Friedhofs.
Als wir zurück zum Auto gingen, fiel uns auf, dass unsere mittlere Tochter Nele, 7 Jahre alt, vorher ausgelassen und froh, auf einmal ganz ruhig und bedrückt war.
Auf unsere Fragen hin, was sie denn hätte, füllten sich ihre Augen mit Tränen und sie sagte: „Ich will nicht sterben!“ Sie äußerte die Angst, dass sie uns nach dem Tod nicht mehr finden könnte, und dass sie nicht alleine sein will nach dem Tod. „Ich will nicht ohne euch sein!“, hat sie bitterlich geweint.
Mein Mann und ich mussten selber schlucken und mit den Tränen kämpfen.

Was sollten wir sagen? Wie sie trösten? Es ist doch so schwer, nicht nur für Kinder, das Unsagbare zu begreifen und in Worte zu fassen.
Jeder Todesfall in unserem eigenen Umfeld hat uns das gezeigt.

Aber: Ich glaube doch, dass es weiter geht. Ich glaube doch, dass ich nach dem Tod alle meine Lieben wiedersehe und um mich habe. Ich bin doch zutiefst davon überzeugt, dass wir uns, egal was passiert, nach dem Tod auf jeden Fall wie auch immer wiederfinden.

Aus dem Bauch heraus haben wir Nele das auch gesagt. Das war schon mal eine Erleichterung. Denn die Antwort unserer Nele war sehr eindeutig: „Das wäre sonst auch ein echt blöder Gott, der nicht dafür sorgt, dass wir uns wieder finden können!“

Und spontan ist mir ein Bild eingefallen, das Jesus selbst verwendet: „Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen.“ Wir haben eben die Bibelstelle gehört. Dieses Bild war für unsere Nele begreifbar und beruhigend.
Mit diesem Bild konnte sie etwas anfangen.
Und es hat auch mir selber gut getan, auf dieses Bild zurückgreifen zu können. „Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen!“ Auch für Oma und Opa. Das tröstet auch mich selbst.

Stellen Sie sich ein solches Haus einmal vor. Vielleicht brennen Lichter im Haus, vielleicht sind vor dem Haus Kerzen angezündet. Es strahlt eine warme und heimelige Atmosphäre aus. Man kommt gerne nach Hause, vielleicht wartet auch schon einer. Die Tür ist geöffnet, man ist willkommen und wird herzlich begrüßt.

Liebe Schwestern und Brüder! Wenn wir über den Tod sprechen und das „Danach“, dann sagen wir oft: „Es ist noch keiner zurück gekommen!“ Wir wissen nicht, was kommt.

Aber ich glaube: Wir wissen, wer kommt.
Der, der gesagt hat: „Ich habe eine Wohnung für euch vorbereitet“.

Wir brauchen solche Bilder, die das Unsagbare auszudrücken versuchen
und es begreifbarer machen und auch trösten können.

Jesus war ein Meister solcher Bilder. Er hat gespürt, dass wir wie unsere Tochter Nele danach suchen.

Offene, weite Bilder, in denen wir uns wieder finden können mit unserer Trauer und mit unserer Sehnsucht. Und darum bringt Jesus solche menschlichen Bilder wie: „Ich bin das Leben!“ „Ich bin der Weg!“ „Ich bin die Auferstehung!“ „Ich bin die Tür!“

Ich bin davon überzeugt: In uns allen stecken viele Fragen, viel Ungelöstes, viel Trauer und viel Sehnsucht. Manchmal ist das alles so stark in uns, dass es weh tut. Aber genau so bin ich davon überzeugt: In uns allen stecken auch solche Bilder, die uns helfen, trösten, weiter bringen, ja, weiter leben lassen.

Wir als Vorbereitungsgruppe haben das Bild ausgewählt: „In Seinen Händen“. Auch so ein offenes Bild, das uns zugesagt ist: „Ich habe Dich in meine Hand geschrieben!“

Viele Bilder stellt uns Gott vor unser inneres Auge: Bilder, die unsere Sehnsucht nach Leben, nach Weiter-leben, nach Wieder-Sehen und Wieder-Finden ausdrücken. Weit offene Türen, hell erleuchtete Wohnungen, ausgestreckte Hände. Welches ist Ihr Bild, Ihr persönliches Bild, das Sie trägt und hoffen lässt?



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Die häufige Begegnung mit Sterben und Tod ertragen

16. Trierer Hospiztag findet am 3. November im Robert-Schuman-Haus statt


Am Samstag, 3. November findet von 10 bis 14 Uhr im Robert-Schuman-Haus in Trier der 16. Trierer Hospiztag statt. Die diesjährige Veranstaltung steht unter dem Thema „Quellen, die uns speisen – vom Sinn einer gemeinsamen Seel(en)sorge“. Der 16. Trierer Hospiztag befasst sich mit der Fragestellung, wie viel Auseinandersetzung mit Tod und Sterben für die Akteure, die in der Hospizarbeit oder in palliativen Dienstleistungen tätig sind, verkraftbar ist, ohne dass sie selbst Schaden nehmen. Die Veranstaltung, die sich an Haupt- und Ehrenamtliche in der Hospiz- und Palliativarbeit, Angehörige und interessierte Bürger richtet, befasst sich mit folgenden Fragen: Wie kann eine gelingende Seel(en)sorge für die in der Hospiz- und Palliativarbeit Tätigen selbst aussehen und aus welchen Quellen können sie schöpfen? Welche Hilfsmöglichkeiten gibt es, um die häufige Begegnung mit Leiden, Sterben, Tod zu ertragen und zu verkraften? Welche Quellen stellt das Team dar und wie können diese gepflegt werden? Welche Rahmenbedingungen fördern eine Kultur der Seel(en)sorge?

Der Tagungsbeitrag beträgt 20 Euro inklusive Mittagsimbiss und Pausengetränke. Anmeldungen bitte bis spätestens 20. Oktober an die Katholische Akademie Trier, Auf der Jüngt 1, 54293 Trier, Tel. 0651-8105-232 oder per E-Mail an anmeldung.kat@bistum-trier.de. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.kath-akademie-trier.de oder www.caritas-trier.de.


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„Ernährung und Flüssigkeitsgabe am Lebensende“

- Fortbildungsveranstaltung für Ärzte, Pflegende und interessierte Laien findet im Pfarr- und Jugendheim St. Bernhard in Wittlich statt -

Ernährung und Flüssigkeitsgabe am Lebensende lautet das Thema einer gemeinsamen Fortbildungsveranstaltung des Verbundkrankenhauses Bernkastel-Wittlich, des Caritasverbandes Mosel-Eifel-Hunsrück e.V., der Gemeinnützigen Gesellschaft für ambulante und stationäre Altenhilfe (GFA) mbH und den Arbeitskreisen "Demenz" und "Fortbildung" der Regionalen Pflegekonferenz im Landkreis Bernkastel-Wittlich, die unter der Schirmherrschaft von Landrat Gregor Eibes steht.
Essen und Trinken sind von elementarer Wichtigkeit. Wir essen um zu leben. Bei schwerkranken und sterbenden Menschen wird das zu einem zentralen Problem. Es verändern sich die Trink- und Essgewohnheiten. Den Angehörigen fällt es oft schwer mit dieser Situation umzugehen, da sie auf diese Weise mit ihrer Hilflosigkeit und dem bevorstehenden Tod konfrontiert werden. Aber gerade am Ende des Lebens sollten sich alle Maßnahmen an den Wünschen und Bedürfnissen der Patienten orientieren.
Über dieses Thema referieren Experten aus medizinischer, pflegerischer, theologischer und juristischer Sicht.
Die Veranstaltung findet am Mittwoch, dem 24.10.2012 in der Zeit von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr im Pfarr- und Jugendheim St. Bernhard in Wittlich, Auf'm Geifen 12, statt und wendet sich an Ärzte, Pflegende und interessierte Laien.
Die Teilnahmegebühr beträgt 25 €.
Anmeldung bitte bis zum 14.10.2012 unter:
Tel.: 06571 - 1534515
Email: ibf@verbund-krankenhaus.de


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„Trauer – Walking“

ein Angebot für Begleitende


Am 15. September 2012 begaben sich 10 Mitarbeiter des Lebenscafes für Trauernde sowie Hospizhelfer auf eine ungewöhnliche Wandertour in die Ürziger Weinberge, hin zum Kloster Machern.

„Trauer-Walking“ ist eine Wortschöpfung der angehenden Trauerbegleiterin Sibylle Morguet, die im Rahmen ihrer Abschlussprüfung ein Angebot für Begleitende erarbeitet hat, das sich mit den Trauerprozessen der Mitarbeiter auseinander setzt. Begleitende von Trauernden und Sterbenden sind sehr herausgefordert, sich auch mit ihren eigenen Trauerprozessen auseinander zu setzen, um geistig, seelisch, und körperlich gesund zu bleiben.

Shakespeare sagt in Macbeth: „Der Kummer der nicht spricht, nagt leise am Herzen bis es bricht.“ Trauer verlangt nach Worten. Rhythmische Bewegung, wie beispielsweise beim Walken, spielt dabei eine besondere Rolle, da diese spezifische Areale des Gehirns derart verbindet, dass die Verarbeitung von Gedanken und Emotionen über das Sprachzentrum möglich werden. Auf diese Weise sollte sich buchstäblich mit dem auseinander gesetzt werdenwas einen jeden bewegt. So machte sich die Gruppe als Pilger auf den Weg zu ihrem Herzen. Dieser führte sie zum Teil schweigend, meditierend, schreibend durch den Ürziger Gewürzgarten, die Weinberge und in eine Wingertskapelle. Besonders ergreifend war der Moment, als die Teilnehmer hoch über der Mosel vor dem Kreuz Christi spontan das 'Laudate omnes gentes' anstimmten. Das Jesus Christus die unerschöpfliche Kraftquelle der Mitarbeiter ist, war auf wunderbare Weise die gesamte Wandertour spürbar.

Den Abschluss bildete ein gemeinsames Essen bei schöner Kulisse auf der Terrasse des Kloster Machern.

Ein herzliches Dankeschön für die Unterstützung des Projektes und ihre Ermutigung gilt Monika Hartmann sowie Ellen Fischer für ihre großartige Hilfe bei der Organisation und Helga Müller für’s Kuchen backen.


Bildnachlese, s. Fotoalbum





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Benefizkonzert der Hospizinitiative Wittlich




Im gut besetzten Jugendheim St. Bernhard in Wittlich erlebten 120 Besucher beim Benefizkonzert der ökumenischen Hospizinitiative einen heiteren und beschwinglichen Abend. Die Band „The Romantic Balladeers", alle Mitarbeiter der Palliativstation des Mutterhauses Trier, unter der Leitung von Andreas Sittmann, präsentierte unvergessene Evergreens aus 6 Jahrzehnten, Lieder und Chansons, die das Publikum in Erinnerungen schwelgen ließen. Hospizhelfer Harald Szczepanowski eröffnete das Konzert passend zum schönen Sommerabend mit Sommergedichten. Anschließend begrüßte Dechant Johannes Jaax die Besucher und stellte die neue Mitarbeiterin des Dekanates Wittlich, Pastoralreferentin Bianca Anzenhofer, als Vertreterin des Dekanates in der Trägergemeinschaft der Hospizinitiative Wittlich und als Fachfrau für theologische Fragen und spirituelle Begleitung der Hospizhelfer vor..

Höhepunkte des Konzerts waren unter anderem die Chansons „Champs Élysée" von Joe Dassin und „L’Important c’est la rose" von Gilbert Bécaud". Pastoralreferentin Anzenhofer lud zum zweiten Teil des Konzertabends mit der besinnlichen Geschichte einer chinesischen Wasserträgerin ein. „Auch ihre kaputte Schüssel hat ihren ganz eigenen Wert, denn durch das Wasser, das durch ihren Sprung ausläuft, entsteht eine wundervolle Blumenwiese. Auch wir stehen vor Rissen, Sprüngen in unserem Leben, manchmal sogar vor dem Bruch zwischen dem Diesseits und dem Jenseits." Da sei es tröstlich, mit dieser Geschichte jenseits des Weges auf eine Blumenwiese zu hoffen, so Anzenhofer.


Die Lieder „Über den Wolken" von Reinhard Mey und „If i had a hammer" begeisterten ebenso die Zuhörer. Oberärztin Birgit Pickan und Bänkelsänger Andreas Sittmann führten geschickt mit vielen witzigen Anekdoten und Geschichten rund um die Lieder durch das Programm.


Die Hospizinitiative Wittlich hat zurzeit 35 aktive Hospizhelfer und Mitarbeiter im Lebenscafé, die Trauernde in der Gemeinde begleiten.

Die Hospizfachkraft Maria Groß dankte am Ende des Konzerts der Band und den Besuchern, die 759,-- € für die Hospizarbeit in Wittlich gespendet haben.



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Benefizkonzert der Hospizinitiative Wittlich


Die Hospizinitiative Wittlich lädt zum Benefizkonzert am

Sonntag, 12. August 2012, 19.00 Uhr,

im Pfarr- und Jugendheim St. Bernhard, Wittlich,

ein.

Unter der Leitung des Liedermachers und Bänkelsängers Andreas Sittmann spielt und singt die Band „The Romantic Balladeers“ unvergessene Evergreens aus 6 Jahrzehnten. In der Band sind u.a. mit dabei eine Ärztin und eine Krankenschwester von der Palliativstation des Mutterhauses in Trier. In ihrem Programm finden sich Lieder von Charly Chaplin, aber auch Songs von Cindy Lauper, Simon and Garfunkel und Reinhard Mey. Lieder zum Mitsingen, zum Zuhören und auch Lieder, die einen in Erinnerungen schwelgen lassen und nachdenklich stimmen. Ihr Repertoire beinhaltet u.a. internationale Songs von Michel Fugain, "Chante" oder das unvergessliche Lied der Champs Elysée von Joe Dassin, ebenso "vertreten" sind die großen französischen Chansoniers Georges Brassens, Georges Moustaki und Charles Aznavour mit seinem Mega Hit, "L´important c´est la rose..."

Ein Abend mit vielen Perlen der internationalen Musikgeschichte, dazwischen moderieren Birgit Pickan und Andreas Sittmann gekonnt mit vielen witzigen Anekdoten und Geschichten rund um die Lieder durch das Programm.

Der Eintritt ist frei.

Um eine Spende zu Gunsten der Hospizinitiative Wittlich wird gebeten.

Lassen Sie sich das Konzertereignis nicht entgehen und freuen Sie sich mit uns auf den Abend.


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Osterwunsch

 

Ich wünsche euch zum Osterfest,

dass ihr mit Freuden seht,

wie alles, weil’s der Himmel will,

wahrhaftig aufersteht.

 

Das Dunkle weicht, das Kalte schmilzt.

erstarrte Wasser fließen,

und duftend bricht die Erde auf,

um wieder neu zu sprießen.

 

Wir alle werden eines Tag’s

von dieser Erde gehen.

Wir  werden, wenn der Himmel will,

wie Ostern auferstehn.

                                                                                                                  Eva Rechlin

 


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Aussendungsfeier

12 neue HospizhelferInnen sind in einem einjährigen Befähigungsseminar ausgebildet worden


 

 Personen auf dem Foto

12 neue Hospizhelfer/innen, Leitungsteam: Oswald Junk, Monika Hartmann, Hospizfachkraft Maria Groß,

stellvertr. Dechant, Pfr. Johannes Jaax, Pfr. Rudolf Groß


„Sterbende begleiten lernen“, so lautet das Konzept der Hospizinitiative Wittlich, die 2 Männer und 10 Frauen zu ehrenamtlichen HospizhelferInnen in einer ökumenischen Sendungsfeier zu ihrem Dienst beauftragt hat. 89 Unterrichtsstunden sowie eine dreimonatige Praktikumsphase in Pflegeeinrichtungen und im ambulanten Bereich umfasste das Seminar, das der Malteser Referent Oswald Junk und die Pastoralreferentin des Verbundkrankenhauses Bernkastel/Wittlich, Monika Hartmann mit den Teilnehmern durchgeführt haben.
In einer ökumenischen Sendungsfeier in der Christuskirche in Wittlich wurden die Frauen und Männer vom stellvertretenden Dechanten, Pfarrer Johannes Jaax und dem evangelischen Pfr. Rudolf Groß zu ihrer neuen Aufgabe entsandt. In der Predigt bezeichnete Pfr. Jaax die HospizhelferInnen, ausgehend von der Leitbildgeschichte, die Heilung des Gelähmten, als Tragende und Glaubende sich auf den Weg zu machen, um Menschen in Berührung zu bringen mit dem heilenden Christus. „Es ist die Aufgabe von Hospizhelfer/innen zu Handeln, um Kranke, Sterbende und Trauernde zu Christus zu tragen“, so Pfr. Jaax. Die Hospizhelfer/innen gestalteten den Gottesdienst sowohl textlich als auch musikalisch, zusammen mit dem Leitungsteam. Dabei wurde der spirituelle Geist der Gruppe, der sich durch den ganzen Kurs, wie ein roter Faden zog, spürbar. Spiritualität ist ein wichtiger Baustein der Hospizhelfer/innen in der Begleitung schwerkranker und sterbender Menschen und deren Angehörige; die eigenen Kraftquellen zu entdecken, um gut für sich als Begleiter/innen zu sorgen.
Beim anschließenden Festakt erläuterte Frau Anne Hees-Konrad, Vertreterin des Caritasverbandes, die Aufgaben der Hospizarbeit, das Sterben und den Tod ins Leben zu integrieren. Ein wesentlicher Bestand der Hospizarbeit sind die Ehrenamtlichen, die die Begleitung und Unterstützung von Hauptamtlichen brauchen. Beratung und Anleitung geschieht durch die hauptamtliche Hospizfachkraft, Maria Groß.
Es folgten Grußworte des Landrates Bernkastel/Wittlich, Gregor Eibes, und des Bürgermeisters der Stadt Wittlich, Joachim Rodenkirch. Beide unterstrichen die Bedeutung dieses besonderen Ehrenamtes, welches sich durch die Beschäftigung mit menschlichen Grenzerfahrungen auszeichnet. Es sei wichtig in der heutigen Zeit das christliche Menschenbild in die Gesellschaft hineinzutragen. Die Hospizarbeit sei dazu Signal und Licht zugleich, sich der Sterbenden und Trauernden anzunehmen.
Die Kollekte für die Hospizinitiative erbrachte den Betrag von 241 €. Allen Spendern sei herzlich gedankt.


Hospizinitiative Wittlich - Fakten und Zahlen

Die Hospizinitiative Wittlich steht unter der Trägerschaft fünf christlich geprägter Organisationen:
• Caritasverband Mosel-Eifel-Hunsrück e.V.
• Dekanat Wittlich
• Evangelische Kirchengemeinde Wittlich
• Kath. Erwachsenenbildung im Bistum Trier, Fachstelle Trier
• Malteser Hilfsdienst e.V., Diözese Trier.

Gründung der Hospizinitiative: 8. Juni 1998

Befähigungskurse: 5

Seit Mai 2006: Lebenscafe für Trauernde

Ambulanter Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienst: Seit dem 1.4.2010 Beschäftigung einer Hospiz- und Palliativfachkraft durch den Caritasverband mit 50 % Beschäftigungsumfang.

 

Statistik 2011

61 Patienten wurden durch die Hospizfachkraft beraten und begleitet.
33 Patienten wurden in 500 Stunden von 17 ehrenamtlichen Hospizhelfern/innen begleitet.
8 Ehrenamtliche haben 16 Angehörige in 72 Einzelgesprächen in ihrer Trauer begleitet.
37 verschiedene Gäste haben am monatlichen Treffen des Lebenscafes für Trauernde teilgenommen.

Zahl der zur Zeit aktiven Hospizhelfer/innen: 40

Namen der neuen Hospizhelfer/innen:

Gudrun Christmann, Wittlich
Andrea Ehses, Wittlich
Ellen Fischer, Burg/Mosel
Martina Gorges, Bergweiler
Inge Hartmann, Wittlich
Thomas Künzel, Platten
Regina Maas, Monzelfeld
Simone Maas, Wittlich
Sibylle Morguet, Burgen
Stefanie Simon, Bernkastel
Michael Theisen, Bruch
Birgit Wolfrath, Schladt

 

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Ökumenische Sendungsfeier

 

Die neuen Hospizhelferinnen und Hospizhelfer des Befähigungsseminars „Sterbende begleiten lernen“ werden in einem feierlichen Gottesdienst am
Montag, 27.2.2012, 19.00 Uhr,
in der Christuskirche, Trierer Landstrasse in Wittlich, für ihren Dienst in der Hospizarbeit beauftragt und gesendet. Es sind 2 Männer und 10 Frauen, die sich dieser neuen Aufgabe stellen werden. Der Gottesdienst wird geleitet von Pfarrer Rudolf Groß, evangelische Kirchengemeinde, und dem stellvertretenden Dechanten, Pfr. Johannes Jaax, Dekanat Wittlich. Zu dieser Sendungsfeier ist die Bevölkerung herzlich eingeladen.

Im Namen der Hospizinitiative Wittlich
Die Trägermitglieder der Hospizinitiative


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Gedanken für das Jahr 2012


Alles hat seine Zeit ...

Alles, was auf der Erde geschieht, hat seine von Gott bestimmte Zeit.
(Prediger 3,1)



Bild: Die universale Zeit – Gesellschaftliches und Religiöses vereint
Maria Schenk, Mitarbeiterin im Lebenscafé u. Hospizhelferin


Alles hat seine Zeit ...

Wer im Vertrauen auf Gott das Gegenwärtige unter dieses Motto stellt, der kann
durchaus ein erhöhtes Bewusstsein für das entfalten, was der Augenblick für ihn
bereithält und dabei ein starkes Lebensgefühl erfahren.


Alles hat seine Zeit ...

lässt uns die überwältigende Schönheit der zurückliegenden Herbsttage erkennen,
durchflutet vom goldenen Licht und angefüllt mit dem Duft von Laub und reifen Obst.


Alles hat seine Zeit ...

empfiehlt uns auch, nimm die Dinge halbwegs wichtig
und wende dich ihnen nacheinander zu; nicht alles hier und jetzt wollen,
sondern sich an das heute Erreichte zu erfreuen ist wesentlich.

Alles hat seine Zeit ...

Ebenso schwingt Wehmut in diesen Worten mit und macht uns deutlich:
Unser Leben auf der Erde ist vergänglich. So sehr du dich mit Sorgen belastest
und wie arg du dich auch plagst, alles geht einmal zu Ende.


Alles hat seine Zeit ...

können wir so verstehen: Das Angenehme wie das Unliebsame, die Zuneigung
und das Verlassen sein, die Freude und die
tiefe Trauer,

alles das wird irgendwann nicht mehr sein. Nichts ist von Dauer.

Carpe Diem, pflücke den Tag und lebe das Heute,
doch versuche nicht, es festzuhalten,

denn:

Alles hat seine Zeit ...

Harald Szczepanowski, Hospizhelfer

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Ausflug der ehrenamtlichen Hospizhelfer/innen nach Trier




Freitagmorgen Bahnhof Wittlich kurz vor 9:00 Uhr. Die Hospizfachkraft Frau Maria Groß erwartet die ehrenamtlichen Helfer der Hospizinitiative Wittlich. Wir Frauen und Männer wollen einen Ausflug nach Trier machen. Es ist neblig und kalt. Der Morgen verspricht kein goldener Oktobertag zu werden. Alle sind dennoch gut gelaunt.


Bei munterer Unterhaltung ist Trier schnell erreicht. An der Porta Nigra werden wir von Bänkelsänger Andreas Sittmann erwartet. Er begrüßt uns mit launigen Worten. Wir werden eine Stadtführung der etwas anderen Art erleben. Interessant und amüsant bringt er uns die lange Geschichte der Porta Nigra näher. Dabei darf letztlich Napoleon nicht fehlen. Schon schlägt Andreas die Saiten seiner Laute und
besingt die Champs-Élysées. Schließlich singen und pfeifen alle mit.

So geht es fröhlich weiter. Vom Dreikönighaus in die Judengasse bis hin zum Hauptmarkt, unser Bänkelsänger hüpft auf sein Bänkel und erzählt humorvoll aus der Geschichte der altehrwürdigen Stadt. Dabei spielt er immer wieder auf, eben gefühlvoll eine Ballade, nun eine finstere Moritat.Das erfreut auch die umstehenden Menschen aus Fernost.

Unsere kurzweilige Führung endet nach zwei Stunden in der Gruft am Sarkophag des Friedrich von Spee, dem Kämpfer gegen Hexenwahn und Folter.
Bevor sich Andreas mit „Über den Wolken,...“ verabschiedet, verspricht er, im nächsten Jahr ein Benefizkonzert zugunsten der Hospizinitiative Wittlich zu geben. Darüber sind alle sehr erfreut.

Mittagspause. In einem guten Italienischen Restaurant lassen wir es uns schmecken. Gestärkt und ausgeruht machen wir uns auf zum Teil zwei unseres Ausfluges. Wir sind eingeladen zu einem Besuchin das stationäre Hospiz in der Ostallee. 
Das Hospiz ist in einem stattlichen Haus vis-à-vis dem Landesmuseum eingerichtet, vor dem Eingangeine Skulptur, „Die Wächterin der Würde“. Wir werden von der Leiterin des Hauses Sieglinde Groß begrüßt und in den Schulungsraum geführt. Hier erfahren wir einiges über das 2006 eröffnete Hospizhaus.

Der Patient ist hier Gast. Sterben ist Leben bis zuletzt. Das stationäre Hospiz will seinen Gästen im Endstadium ihrer Erkrankung ein würdevolles, selbstbestimmtes Leben bis zuletzt ermöglichen.
Qualifizierte Pflegefachkräfte, Sozialarbeiter und geschulte ehrenamtliche Helfer garantieren ein hohes Maß an Pflege und Betreuung. Eine seelsorgerische Begleitung wird auf Wunsch vermittelt.

Auf einem Rundgang durch das Haus gefallen die hellen und freundlichen Gästezimmer. Über eine Terrasse ist der sonnige Garten zu erreichen. In warmen Farben sind auch die anderenRäume gestaltet. Ein Raum der Stille bietet dem Gast, den Angehörigen aber auch dem Personal Gelegenheit zur inneren Einkehr. Beeindruckt machen wir uns auf den Heimweg. So hat dieser kurzweilige Tag sein besinnliches ENDE.

Harald Szczepanowski


Bildnachlese









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Homöopathische Hausapotheke in der Palliativmedizin



Die Hospizinitiative Wittlich hatte zu einem Vortrag mit Frau Dr. Ute Pfennig, Fachärztin für Chirurgie, Homöopathie und Viceralchirurgie im Verbundkrankenhaus Bernkastel/Wittlich unter der Überschrift „Homöopathische Hausapotheke in der Palliativmedizin“ eingeladen. Das Thema stieß bei den 50 Teilnehmern und Teilnehmerinnen auf großes Interesse.




Frau Dr. Pfennig führte zunächst in die Homöopathie ein und bezog sich auf den Arzt, Chemiker und Lehrer Samuel Hahnemann, der vieles ausprobierte und zu dem Entschluss kam, dass man auch anders heilen kann, außer nur mit konventionellen Methoden. Er stützte sich bei seinen Versuchen auf die Wirkung der Chinarinde, die heilt, indem sie im Kranken die Symptome nachahmt. Das bedeutete für Hahnemann: „Ich heile Gleiches mit Gleichem“. In der Homöopathie gilt es, den Menschen als Ganzes wahrzunehmen und zwar in der Weise, dass Körper-Seele-Geist eine Einheit bilden und im Gleichgewicht sind. Homöopathie ist eine ganzheitliche Methode des Heilens. Hahnemann, der Entdecker der Homöopathie, wurde oft hinterfragt und dennoch blieb er dabei, dass jede ärztliche Heilung in der Übereinstimmung mit der Natur vorgegebenen Gesetzes geschieht. Das Ziel der klassischen Homöopathie ist wieder ins Gleichgewicht zu kommen, so dass der Mensch sich selbst heilen kann. Dabei ist es sinnvoll, dass Schlüssel – Schloss Prinzip anzuwenden:
Das Fragen nach den Beschwerden und Schmerzen und die Suche nach dem passenden Globuli (Kügelchen). Homöopathie ist für alle Lebenslagen geeignet und wird in der Palliativmedizin vor allem bei Patienten angewandt, wo keine Heilung mehr zu erwarten ist Wichtig für den Arzt ist da Hinhören und sich für den Schmerz des Patienten zu interessieren, um ihm die entsprechende Zuwendung zukommen zu lassen. Gute Erfolge werden mit der Homöopathie bei Angst, Unruhe, Schmerzen, Traurigkeit, Atembeschwerden, Verstopfung und Ekel erzielt.
Frau Dr. Pfennig stellte verschiedene Mittel und ihre Wirkung vor, wie z.B. Aconitum- Sturmhut, Nux vomica-Brechnuss, Opium-Schlafmohn und Staphisagria-Stephanuskörner.

Für den weiteren Weg in der Homöopathie wünscht sie sich, das genaue, vorurteilslose Zuhören, das Wahrnehmen des Patienten im Ganzen seiner aktuellen Situation, das Annehmen des Patienten in seiner Befindlichkeit, das Begleiten und Aushalten können, um die Lebensqualität des Patienten zu verbessern. Sie ermutigte die Teilnehmer mit homöopathischen Mitteln zu arbeiten. Sie beendete ihren Vortrag mit den Worten „Bleiben, aushalten, tragen wird nötig, wo andere wegschauen“.
Die Hospizfachkraft, Maria Groß, bedankte sich bei Frau Dr. Pfennig mit einem selbstgebastelten Naturkranz mit Herbstblumen.



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Homöopathische Hausapotheke in der Palliativmedizin

Hospizinitiative Wittlich

lädt zu einer Informationsveranstaltung ein

Homöopathie, was ist das eigentlich und wie funktioniert sie?

Nach einer kurzen Einführung erläutert Ute Pfennig, Fachärztin für Chirurgie am Verbundkrankenhaus Wittlich und Ärztin für Homöopathie in eigener Praxis, die homöopathische Arbeitsweise im ambulanten Bereich, mit einer speziell für die Palliativmedizin zusammengestellten Homöopathischen Apotheke.

Die Hospizinitiative Wittlich lädt die ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen und alle an diesem Thema Interessierten am

Mittwoch, den 7. September 2011, um 20:00 Uhr

ins Pfarr- und Jugendheim St. Bernhard, Auf`m Geifen 12, Wittlich ein. Bei Fragen wenden Sie sich an den ambulanter Hospiz- und Palliativberatungsdienst, Maria Groß, Kasernenstraße 37, 54516 Wittlich, Telefon 06571 - 146580.

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Lebenscafe für Trauernde“- Grillnachmittag


Die Hospizinitiative Wittlich lädt die Gäste des Lebenscafes zum Grillen am

                                   Freitag, 2. September 2011,

ein. Treffpunkt: 15.00 Uhr - St. Markus Haus, Wittlich.

Von dort fahren wir zum Grillplatz. Bitte Grillfleisch, -wurst, Teller und Besteck selbst mitbringen. Für Brot, Salate und Getränke wird gesorgt sein. Neue Gäste und die „Ehemaligen“ sind herzlich willkommen.

Diese melden sich bitte bei Monika Hartmann, Tel.: 06571-14694-0 oder -17;             E-Mail: Monika.Hartmann@bistum-trier.de.

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Gedenkgottesdienst am 11.4.11 in der Christuskirche in Wittlich
„Bergen, was bleibt“


Unter dem Thema „Bergen, was bleibt“ feierte die Hospizinitiative Wittlich einen Gedenkgottesdienst für die Verstorbenen, die von April 2010 bis April 2011, von den Hospizhelfer und – helferinnen begleitet wurden und für die Verstorbenen der Gäste im Lebenscafé, die von den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Lebenscafés liebevoll umsorgt wurden. Die Kollekte erbrachte den stolzen Betrag von 124,20 €, der auf das Hospizkonto überwiesen wurde. Allen Spendern und Spenderinnen sei hiermit herzlich gedankt.

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Befähigungskurs für Mitarbeiter/innen
in der Hospizarbeit


Im Frühjahr 2011 beginnt ein Befähigungskurs für Frauen und Männer, die sich ehrenamtlich in der Hospizarbeit engagieren wollen.

Veranstalter: Hospizinitiative Wittlich


Nähere Informationen und ein Prospekt mit den Terminen sind erhältlich bei:

Maria Groß, Hospizfachkraft, Tel.: 06571-146580, Email: gross.maria@sst.caritas-wittlich.de und Monika Hartmann, Dekanat Wittlich, Tel.: 06571-14694-0 o. -17, Email: Monika.Hartmann@bistum-trier.de

oder

 



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H
ospizkonzert





In der gut besetzten Synagoge in Wittlich erlebten 200 Besucher beim Benefizkonzert der ökumenischen Hospizinitiative heitere und besinnliche Stunden. Der Chor „Querbeet“ unter der Leitung von Bernd Oster präsentierte ein Potpourri von Liedern aus Lyrik, Gospel, Pop und Jazz-Musik. – Eine Zeitreise durch die Vergangenheit und Gegenwart, Liedgut aus dem 16. – 20. Jahrhundert. Der Chor besteht seit 7 Jahren aus z.Zt. 11 Sängerinnen und Sänger, die aus dem Kreis Bernkastel-Wittlich kommen.



Songs, wie „Seemann lass das Träumen“ und „La Mer“ luden die Konzertbesucher zum Träumen ein. Lieder wie „Ach, ich hab’ in meinem Herzen“ und „Irgendwo auf der Welt“, das zur Zeit des Nationalsozialismus von dem Juden Richard Heymann komponiert wurde, stimmte die Zuhörer in dem geschichtsträchtigen Ort der Synagoge sehr nachdenklich.
Nach der Pause luden die Lieder wie „Wochenend und Sonnenschein“ und „Calypso Medley“ zu einer Musikreise der 60iger und 70iger Jahre ein, bei der Urlaubsstimmung und Reisen nach Italien angesagt war.



Höhepunkte des Konzerts waren unter anderem die beiden Solosänger, Marita Hoegner mit dem spanischen Song „Eres tu“ und Bernd Oster mit „O happy day“. Der Conférencier Heinz Hoegner führte auf eine humorvolle und doch ernste Weise durch das Musikprogramm.
Für die Mitglieder des Chores ist es eine große Freude und Ehre gewesen, für einen guten Zweck unentgeltlich zu singen. Das begeisterte Publikum applaudierte dem Chor mit „Standing Ovations“. Das Konzert wurde umrahmt mit Texten, die vom Leben, Sterben und vom Tod erzählten, vorgetragen von ehrenamtlichen Hospizhelfern und –helferinnen.
Die Hospizinitiative Wittlich hat zurzeit 26 aktive Hospizhelfer und Mitarbeiter/innen im Lebenscafé, die Trauernde in der Gemeinde begleiten.
Monika Hartmann, selbst ehrenamtliche Hospizhelferin dankte am Ende des Konzerts dem Chor Querbeet und den Besuchern, die 1.228,80 € für die Hospizarbeit in Wittlich gespendet haben.



Der Chor „Querbeet“ würde gerne noch einige starke Sängerinnen und Sänger im Chor aufnehmen. Interessierte melden sich bitte bei Herrn Bernd Oster, Tel. 06571 - 3714. Probentermin ist alle 14 Tage dienstags.




Gedenk-Tage ... - Trauer-Orte ...


Allerheiligen, Allerseelen, Volkstrauertag, Totensonntag sind Tage, an denen sich die Menschen an ihre Toten erinnern und für sie beten.
Ein Gang über den Friedhof stimmte mich sehr nachdenklich: Hier haben unsere Verstorbenen ihre letzte Ruhestätte erhalten. Zur Zeit sind die Gräber besonders schön geschmückt mit Blumen, Grabgestecken und -kerzen. In der Dunkelheit gleicht der Friedhof einem Lichtermeer, das ein Gefühl von Wärme und Geborgenheit verbreitet. Neben der Vergänglichkeit des Menschen, sind dies Zeichen von Leben, Sieg und Hoffnung über den Tod hinaus. Der Tod hat nicht das letzte Wort, sondern das Leben. Als Christen glauben wir, dass es ein Weiterleben bei Gott gibt, auch wenn das Leben bereits im Mutterleib gestorben ist. Viele Mahnmale und Gedenktafeln, wie Ehrenmal am Friedhof oder Kriegerdenkmale der Vermissten und Toten der beiden Weltkriege und zahlreiche Wegekreuze von Unfalltoten halten die Erinnerung an unsere Verstorbenen wach. Die seit mehreren Jahren errichteten Gedenksteine auf den Friedhöfen für die würdige Beerdigung von Fehl-, Früh- und Totgeburten sind ebenfalls Orte der Trauer und des Trostes. Sternenkinder werden die Kinder genannt, die nie das Licht der Welt und die Schönheit Gottes erblickt haben. Auch in der Stadt Wittlich ist auf dem Friedhof ein solcher Gedenkstein neu errichtet und wird in einer interreligiösen Segnungsfeier eingeweiht. Dies ist ein deutliches Signal für einen gemeinsamen Ort der Trauer für Christen und Nichtchristen. Es tut gut, dass es diese Orte und Gedenksteine wider das Vergessen gibt.



Die Worte des neuen Gedenksteines sprechen für sich und schlagen eine Brücke zwischen Gott und unseren Toten.

… getragen, geborgen, beschützt und geliebt. Dein kurzes Leben ist schon am Ziel, ich halt dich fest, ich lass dich los. Du lebst in uns, du bist bei Gott …

Monika Hartmann
Pastoralreferentin u. Krankenhausseelsorgerin im St. Elisabethkrankenhaus
in Wittlich, Hospizhelferin


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Ambulanter Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienst eingerichtet

Nach 12 Jahren rein ehrenamtlicher Hospizarbeit erfolgte die Einstellung einer hauptamtlichen Hospizfachkraft beim Caritasverband Mosel-Eifel-Hunsrück e.V.


Am 1. April 2010 hat im Kreis Bernkastel-Wittlich die Hospizfachkraft Maria Groß ihre Tätigkeit zur Beratung und Unterstützung schwerstkranker und sterbender Menschen sowie der Angehörigen aufgenommen. Angestellt ist sie beim Caritasverband Mosel-Eifel-Hunsrück e.V., Geschäftsstelle Wittlich, der vor 12 Jahren gemeinsam mit vier anderen Trägern (Dekanat Wittlich, Evangelische Kirchengemeinde Wittlich, Katholische Erwachsenenbildung im Bistum Trier, Malteser Hilfsdienst Wittlich) die Hospizinitiative Wittlich gegründet hat. Bis auf die Koordinatorin Anne Hees-Konrad, ebenfalls Mitarbeiterin des Caritasverbandes Mosel-Eifel-Hunsrück e.V., engagierten sich ausschließlich ehrenamtliche Helfer und Helferinnen in der Hospizarbeit. Die Einsätze der Ehrenamtlichen in der Begleitung der Kranken und Sterbenden werden in Zukunft von Frau Groß, die selbst 10 Jahre ehrenamtlich in der Hospizinitiative Wittlich gewirkt hat, koordiniert. Bis zu ihrer Einstellung als Hospizfachkraft im ambulanten Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienst beim Caritasverband war Maria Groß seit 1988 als Krankenschwester auf der Intensivstation des Verbundkrankenhauses in Wittlich beschäftigt. Durch diese Tätigkeit bringt sie umfangreiche Erfahrungen im Umgang mit Schwerstkranken und sterbenden Menschen mit. Außerdem verfügt sie über gute fachliche Kompetenzen im medizinisch-pflegerischen Bereich. Neben dem Patientenerstbesuch und der Koordination der ehrenamtlichen Hospizeinsätze, der Vermittlung von Pflege- und anderer Dienste, besteht ihre Aufgabe in der speziellen palliativpflegerischen und psychosozialen Beratung von Patient und Familie. Sie unterstützt die Hausärzte und /oder die Pflegedienste bei der Symptomkontrolle und der Organisation palliativmedizinischer Maßnahmen (z.B. Schmerzmittelgabe, Mundpflege), sowie bei der Überwachung der Wirksamkeit eingeleiteter Therapiemaßnahmen.
Leistungen der häuslichen Krankenpflege gehören dagegen grundsätzlich nicht zu ihrem Aufgabenbereich.
Sowohl das Angebot des Hospiz- und Palliativberatungsdienstes als auch die ehrenamtliche Begleitung sind für den Betroffenen und seine Familie kostenlos. Menschen, die in einer stationären Altenpflegeeinrichtung leben können ebenfalls von diesem Angebot profitieren und die Hospizfachkraft anfordern. Die Personalkosten der Mitarbeiterin im ambulanten Hospiz- und Palliativberatungs-dienst werden neben Eigenmitteln des Caritasverbandes und der Träger-gemeinschaft größtenteils über die Landesverbände der Krankenkassen aus öffentlichen Mitteln finanziert. Da die Sachkosten von der Hospizinitiative und der Trägergemeinschaft selbst getragen werden müssen, ist die Hospizinitiative Wittlich auch zukünftig auf Spenden und Bußgelder angewiesen.
Anfragen und weitere Informationen beim Caritasverband/Hospizinitiative Wittlich im Haus der Vereine, Kasernenstraße 37, 54516 Wittlich, Tel. 06571-146580, Fax: 06571-951045 oder unter www.hospizinitiative-wittlich.de.

Spendenkonto:
Hospizinitiative Wittlich

Sparkasse Mittelmosel
BLZ 58751230
Konto 60034972


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Davidstag in Himmerod
„Sich für das Schwache stark machen“


Unter diesem Motto fand am 12. Dezember 2009 der Davidstag in Himmerod statt. Es war ein ökumenischer Tag mit einem Eröffnungsgottesdienst, einem Vortrag von Sozialministerin Malu Dreyer, einer Predigt von Pfarrerin Triebler, ev. Gemeinde Wittlich, und einem Markt der Möglichkeiten mit Infoständen sozialcaritativer Einrichtungen sowie einem offenen Singen unter der Leitung von Cornelia Grewelding. Veranstalter waren das Dekanat Wittlich und die Abtei Himmerod.
Die Hospizinitiative Wittlich sowie die Mitarbeiterinnen des Lebenscafes stellten ihre Arbeit ebenfalls vor.




                                                           Mitglieder der Hospizinitiative Wittlich am Infostand        Foto: Harald Szczepanowski, Hospizhelfer



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Im Tod leben schenken


Rund 20 Teilnehmer nahmen an der Veranstaltung der Hospizinitiative Wittlich „Im Tod Leben schenken“ teil.
Die Hospizinitiative hatte zu einem Vortrag über Organspende den Koordinator der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO), Frank Reis und ein transplantiertes Ehepaar aus Völklingen, Ingrid und Karl Heinz Hollinger eingeladen.
Seit 1997 gibt es ein Transplantationsgesetz, welches genau festlegt, unter welchen Bedingungen eine Organspende stattfinden kann. Dieses Gesetz enthält folgende Kernpunkte:
Transplantationen lebenswichtiger Organe wie Herz, Leber oder Niere dürfen nur in dafür zugelassen Transplantationszentren vorgenommen werden. Ein Organ, abgesehen von einer Lebendspende, darf erst entnommen werden, wenn der Gesamthirntod des Organspenders festgestellt wurde. Die Hirntoddiagnostik wird durchgeführt von zwei unabhängigen Ärzten, mit mehrjähriger Intensivmedizinerfahrung. Dabei wird ein Hirntodprotokoll erstellt. Die Feststellung des Hirntods kann bis zu 72 Stunden dauern. Wenn ein Organspendeausweis existiert, dann ist der Wille des Patienten klar erkennbar. Wenn kein Ausweis vorliegt, dann wird der vermutete Wille des Patienten von den Angehörigen erfragt, die dann der Organspende zustimmen können. In 50 % der Organspendefälle trifft dies zu. Die Angehörigen werden in jedem Falle befragt, denn sie sind letztlich diejenigen, die mit dieser Entscheidung weiter leben müssen.

Ablauf einer Organspende durch Krankheit oder Unfall:
- Benachrichtigung der DSO
- Todesfeststellung
- Entscheidung zur Organspende

Voraussetzungen für die Organspende:
- Festgestellter Hirntod
- Einwilligung zur Organspende
- Organspendeausweis oder Feststellen des mutmaßlichen Willen des Patienten durch die Angehörigen

Das Lebensalter ist kein Ausschlusskriterium mehr.

Der Erfahrungsbericht des Ehepaares Hollinger beeindruckte die Teilnehmer in der Weise, dass sie als Transplantierte seit 15 Jahren ein weitgehend uneingeschränktes Leben führen können. Damit das Organ nicht abgestoßen wird, müssen beide ein Leben lang Medikamente einnehmen. Da jeder Organspender anonym bleibt, haben sie sich die Aufgabe gestellt bei Informationsveranstaltungen zum Thema Organspende, von ihren Ängsten und Hoffnungen vor und nach ihrer Operation zu berichten, um vielen Menschen Mut zu machen, sich für einen Organspenderausweis zu entscheiden.



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Zehn neue Hospizhelfer und Hospizhelferinnen







Im Rahmen ihres zehnjährigen Jubiläums hat die Trägergemeinschaft der Hospizinitiative Wittlich zehn ehrenamtliche Hospizhelfer und Hospizhelferinnen in einem einjährigen Befähigungsseminar ausgebildet. Das Seminar umfasste 84 Unterrichtsstunden und eine dreimonatige Praktikumsphase in Pflegeeinrichtungen und im ambulanten Bereich.
In einer ökumenischen Sendungsfeier in der Christuskirche in Wittlich wurden die Männer und Frauen von Dechant Rudolf Halffmann und dem evangelischen Pfarrer Rudolf Groß zu ihrem Dienst beauftragt. In der Predigt erläuterte Pastoralreferentin Monika Hartmann die Aufgaben der Hospizhelfer und Hospizhelferinnen, anhand der Begleitgeschichte „Die Heilung des Gelähmten“ aus dem Markusevangelium (s.u.). Wesentliche Merkmale in der Hospizarbeit sind: Zeit verschenken, gut zuhören können, kleine Handreichungen tätigen, Schweigen können, dem Schwerkranken und Sterbenden die Hand halten, ihm vorlesen, mit ihm weinen und lachen, mit ihm über den Tod sprechen, ihm das Gebet anbieten und die Angehörigen entlasten. Die Kraft für diese Aufgaben erhalten die ehrenamtlichen Männer und Frauen aus ihrem persönlichen Glauben heraus.
In der anschließenden Feierstunde erörterte der Moderator der Hospizgruppe, Dr. Ulrich Iseke nach den persönlichen Grußworten der Vertreter des Dekanates, der Verbandsgemeinde und der Stadt Wittlich die zukünftige Entwicklung der Hospizarbeit in Wittlich.
Dr. Iseke sprach von „wachsender Professionalität“ in der ehrenamtlichen Hospizarbeit. Das bedeutet, dass für das Ehrenamt eine stärkere Qualitätskontrolle notwendig wird. Haupt- und Ehrenamtliche müssen noch stärker zusammenarbeiten, als bisher, um in der Hospizarbeit eine größere Professionalität zu sichern. Das Ehrenamt wird dadurch keinesfalls überflüssig, sondern viel mehr gestärkt werden müssen.
In der Hospizinitiative Wittlich sind zur Zeit 25 Männer und Frauen aktiv, die Sterbende, Schwerkranke und deren Angehörigen begleiten. Es gilt diese trotz zunehmender Professionalisierung in ihrer Aufgabe zu unterstützen. Mit den Worten: „Sie verdienen unseren Respekt und unsere Anerkennung“, würdigte Dr. Iseke den Dienst des Hospizhelfers und der Hospizhelferin.

Die Namen der neuen Hospizhelfer/innen:

Mark Bunk, Gladbach
Kerstin Sinnerbrink, Bausendorf
Christel Streib, Platte
Harald Szczepanowski, Niersbach
Renate Bauer, Renate Heinz, Gabriele Hohns, Margret Lieser, Elisabeth Rütten, Ricarda Thull,
alle aus Wittlich.


Hospiz-Sendungsfeier am 17.06.2009 um 18:30 Uhr

in der Christuskirche in Wittlich


Evangelium: Markus 2,1-12

Die Heilung eines Gelähmten

Als er einige Tage später nach Kafarnaum zurückkam, wurde bekannt, dass er (wieder) zu Hause war. Und es versammelten sich so viele Menschen, dass nicht einmal mehr vor der Tür Platz war; und er verkündete ihnen das Wort. Da brachte man einen Gelähmten zu ihm; er wurde von vier Männern getragen. Weil sie ihn aber wegen der vielen Leute nicht bis zu Jesus bringen konnten, deckten sie dort, wo Jesus war, das Dach ab, schlugen (die
Decke) durch und ließen den Gelähmten auf seiner Tragbahre durch die Öffnung hinab. Das Dach einer Wohnhütte bestand aus Holzbalken oder Knüppeln, über die Schilf oder Äste gelegt waren. Das Ganze war mit festgetretenem Lehm zugedeckt. Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Gelähmten: Mein Sohn,
deine Sünden sind dir vergeben ! Einige Schriftgelehrte aber, die dort saßen, dachten im stillen: Wie kann dieser Mensch so reden ? Er lästert Gott. Wer kann Sünden vergeben außer dem einen Gott ?
(außer dem einen Gott, andere Übersetzungsmöglichkeit: außer Gott allein.)
Jesus erkannte sofort, was sie dachten, und sagte zu ihnen: Was für Gedanken habt ihr im Herzen. Ist es leichter, zu dem Gelähmten zu sagen: Deine Sünden sind dir vergeben ! Oder zu sagen: Steh auf, nimm deine Tragbahre, und geh umher ? Ihr sollt aber erkennen, daß der Menschensohn die Vollmacht hat, hier auf der Erde Sünden zu vergeben. Und er sagte zu dem Gelähmten: Ich sage dir: Steh auf, nimm deine Tragbahre, und geh nach Hause ! Der Mann stand sofort auf, nahm seine Tragbahre und ging vor aller Augen weg. Da gerieten alle außer sich; sie priesen Gott und sagten: So etwas haben wir noch nie gesehen.


Predigt von Pastoralreferentin Monika Hartmann


Liebe Hospizhelfer und – helferinnen! Liebe Mitchristen !

Das ist schon eine besondere Heilungsgeschichte, von der der Evangelist Markus in seinem Evangelium berichtet und die uns während des Befähigungsseminars begleitet hat. Vier Männer sorgen dafür, dass ein Mensch aus dem Abseits mitten ins Leben gebracht wird. In ein Haus mit vielen Menschen. Vier Männer sorgen für eine große Öffentlichkeit. Sie überwinden die Abseitsfalle des Lebens und bringen ihren gelähmten Freund zu Jesus. Zielstrebig und hartnäckig, geradezu dreist und frech gehen sie vor: Hausfriedensbruch begeht, wer durch ein Dach in ein Haus einsteigt. Unbeirrbar „schaufeln“ sie sich den Weg zu Jesus frei, indem sie das Flachdach des Hauses aufgraben und den Gelähmten auf einer Liege herunterlassen – Jesus, genau vor die Füße.
Was ist das für ein beeindruckendes Bild.

Die 4 Männer haben keine Mühen gescheut, um zu Jesus zu gelangen. Für sie ist er die letzte Rettung, da Krankheit in dieser Zeit als Strafe für begangene Sünden galt. Doch: Die Beharrlichkeit, die Ausdauer dieser 4 Männer ist für Jesus Zeichen von unerschütterlichem Glauben. Vom Glauben seiner Freunde wird der Gelähmte getragen. Er ist getragen vom Glauben jener, die sich bewegen können, während er bewegungslos auf seiner Trage liegt.
Genau darauf kommt es an, wenn wir die Abseitsfallen des Lebens für Menschen überwinden wollen. Wir brauchen den Einsatz von Freunden und unseren Mitmenschen. Wir brauchen gerade dann, wenn die eigene Verzweiflung besonders groß ist, den Glauben anderer, die auch einmal dreist und frech werden, um ein bestimmtes Leid, eine unheilbare Krankheit sichtbar zu machen, mitten im Leben, mitten in unserer Gesellschaft, in der Sterben und Tod immer noch Tabuthemen sind.

Jesus als Wunderheiler und Heiland; dieses Bild passt nicht so ganz in unsere heutige Zeit, in der der Glaube an den medizinischen Fortschritt und an die Intensivmedizin stärker ist als das Vertrauen an Gott. Nicht jede Krankheit ist heute heilbar. Auch die Ärzte stehen oft vor einem Rätsel. Ich denke da an die chronischen Erkrankungen die häufig unermessliche Schmerzen hervorrufen und nur durch regelmäßige Einnahme von starken Schmerzmitteln auszuhalten sind. Ich denke an die zahlreichen psychischen Krankheiten, hervorgerufen durch Depressionen, Einsamkeit und Enttäuschungen oder Angstzuständen. Ich denke aber auch an die vielen Krebserkrankten, denen häufig ein schmerzlicher Weg mit Chemotherapie oder Bestrahlung bevorsteht und vielleicht am Ende sogar austherapiert sind.
Diese müssen sich mit dem Tod, unmissverständlich beschäftigen. Und trotzdem stirbt auch ihre Hoffnung zuletzt. Sie klammern sich an einen winzigen Strohhalm und bekommen oft Trost und Halt durch ihren Glauben an Jesus Christus. So wie es die 4 Männer im Evangelium tun: Sie haben Mitleid und ein Herz für ihren Freund. Sie investieren Kraft und viel Zeit, für einen Menschen, der ihnen am Herzen liegt.
Sie wollen ihrem Freund die geheimsten und letzten Wünsche erfüllen.
Und: Sie kennen auch seine Wut und Zweifel, an Gott zu glauben.
Sie erkennen ihre Aufgabe, packen mit sehr viel Kreativität an und arbeiten gemeinsam auf ein Ziel hin, dem kranken Freund zu helfen und ihn die Nähe Gottes spüren zu lassen.

Liebe Hospizhelfer und –helferinnen !

Genau diese Eigenschaften passen auch auf ihre wichtige Aufgabe und ihren Dienst, worauf sie sich ein Jahr lang intensiv vorbereitet haben.
Die Seele des Menschen leidet oft mehr als sein Körper. Wörter wie Heil und Heilung sind oft nur leere Worthülsen. Im Gegensatz zu Jesus fällt uns die Begegnung mit Schwerkranken schwer, so dass wir sie eher meiden, als dass wir sie ansprechen wollen. Jesus lehrt uns aber mit seinem Beispiel etwas Besseres. Er kennt keine Krankenhäuser, keine Infusionen, keine Tabletten und auch keine medizinische rundum Versorgung.
Jesus tut etwas total Menschliches. Er wendet sich dem Menschen zu, der krank ist und dem es schlecht geht. Er spricht ihn an, nimmt ihn an der Hand und berührt ihn. Jesus geht auf gleiche Augenhöhe mit ihm und nimmt Kontakt mit ihm auf. Dabei ist für ihn der Lebenswandel des Kranken, wie gut bzw. wie schlecht er war, Nebensache. Er verurteilt niemanden und macht auch keinen für die Krankheit verantwortlich.
In den biblischen Heilungsgeschichten geschieht immer dasselbe: Begegnung und Beziehung mit Jesus. Die Kranken brauchen diese Nähe, da sie selbst nur wenig oder keine Hoffnung mehr haben. Sie brauchen das Vertrauen und den Glauben Jesu, um wieder Mut und Kraft zu bekommen. Diese Kranken sind zu beneiden, denn für uns ist es nicht mehr möglich, unsere Kranken zu Jesus zu bringen, damit er sie heilt. Wie können wir dennoch heute Menschen heilen, die den Glauben und das Vertrauen an sich bereits aufgegeben haben ? Wie können wir diese Menschen im Sinne Jesu heilen ? Wenn wir auf Jesus schauen, dann tun sich uns ungeahnte und neue Möglichkeiten auf, um Menschen an Leib und Seele ein bisschen heil werden zu lassen. Durch unsere Begegnung, durch unsere Nähe kann Begegnung mit Gott geschehen, kann die Nähe Gottes spürbar und glaubhaft werden: z.B. durch unseren Besuch, unser Dasein, unser Aushalten, unser stummes Da-sitzen am Bett und auch durch unser Mitlachen und Mitweinen. Durch die Zeit, die wir kranken Menschen schenken, durch unser Zuhören, durch unser Hand-Halten und durch jede zarte Berührung und nicht zuletzt auch durch unser Gebet und unseren Glauben kann Heilung am Menschen geschehen. Auf diese Weise bekommen sie wieder Mut und Kraft, um ihren schweren und schmerzhaften Weg weiter zu gehen.


Liebe Hospizhelfer und – helferinnen, liebe Mitchristen !

Die Geschichte mit der Heilung des Gelähmten hört hier nicht auf. Sie geht weiter. Jesus zieht sich wieder zurück, um allein zu sein, um Kraft zu schöpfen und zu beten für seine weitere Arbeit und Aufgaben.
Umso wichtiger ist es auch für uns, nach Oasen und Kraftquellen für die Aufgabe als Hospizhelfer und –helferin Ausschau zu halten, um in Gebet und in der Ruhe Kraft zu finden und aufzutanken, für die Aufgabe, die uns im alltäglichen Leben gestellt werden, damit wir immer wieder von Neuem auf Schwerkranke, Sterbende und deren Angehörige zugehen können. Wichtig dabei ist, dass wir uns immer auf Jesus Christus zurückbesinnen, denn wir sind gerade in dieser Aufgabe sein Werkzeug, durch das er in unsere Gesellschaft hineinwirken kann. Durch unsere konkrete Zuwendung zum Menschen kann seine Gegenwart in unserer Zeit lebendig werden.

In der Würzburger Neumünster Kirche gibt es ein Kreuz, welche im Krieg zerstört wurde. Von diesem Kreuz ist nur der Rumpf übrig geblieben.

Unter dieses Kreuz haben Jugendliche geschrieben:

„Christus hat keine Arme, um sie um die Trauernden und Leidenden zu legen nur die deinen.
Christus hat keine Hände, um mit ihnen Geschenke und Gaben an die auszuteilen, die sie brauchen nur die deinen.
Christus hat keinen Mund, um tröstende und aufmunternde Worte zu sprechen, nur den deinen.
Christus hat kein Herz, um zu lieben und mitzufühlen, mit denen, die es brauchen, nur das deine.“



Festansprache von Herrn Dr. U. Iseke bei der Hospiz-Sendungsfeier am 17. Juni 2009


Verehrte Anwesende!

Ich möchte an dieser Stelle ein paar Gedanken zur Hospizarbeit vortragen. Wie Sie wissen, konnten wir Hospizler hier in Wittlich im vergangenen Jahr 2008 unser 10-jähriges Bestehen als Hospizinitiative Wittlich begehen. Unser Motto lautete: Zehn Jahre begleiten. Und ich persönlich blicke nun auf einen Zeitraum von mehr als sechs Jahren zurück, seit die Gruppe mich gebeten hat, die Leitung der monatlichen Treffen zu übernehmen. Auch sechs Jahre sind schon eine ganz schön lange Zeit, und es verwundert nicht, dass in dieser Zeit sich in der Hospizarbeit Veränderungen, besser: Entwicklungen ergeben haben, über die es lohnt, ein wenig nachzudenken.


Mein erster Gedanke heute Abend: Ich bin dankbar dafür, dass wir heute hier den Abschluss unseres vierten Befähigungskurses feiern können. Zum vierten Mal haben sich Bürgerinnen und Bürger aus Wittlich und der Umgebung entschlossen, sich ernsthaft mit dem Hospizgedanken zu befassen. Sie haben sich im vergangenen Sommer der Zumutung gestellt, für die Dauer eines Jahres ein anstrengendes Kursprogramm zu absolvieren. Anstrengend war es nach meinem Dafürhalten in dreierlei Hinsicht: Es war eine Reihe von verbindlichen Terminen wahrzunehmen; nach unserer Berechnung waren es mehr als 80 Unterrichtsstunden, die obendrein auch noch von den Teilnehmenden selbst mit einem nicht geringen Betrag bezahlt werden mussten. Zum Anderen gab es neben den Inhalten der Veranstaltungen eine Fülle von zusätzlichem Informations- und Lernmaterial, das jeweils als „Hausaufgaben“ mitgegeben wurde und inzwischen einen dicken Ordner füllt. Und schließlich haben alle Teilnehmenden in einem persönlichen individuellen Praktikum sich der Aufgabe unterzogen, jeweils einen Menschen in einer kritischen Lebensphase eine Zeitlang zu begleiten; diese Begleitungen bestehen zum Teil auch heute noch weiter fort. Für Euren Einsatz, liebe Kursteilnehmerinnen und –teilnehmer, danke ich hier nochmals sehr herzlich.

Für uns drei Moderatoren dieses Befähigungskurses, Frau Hartmann, Herrn Junk und mich, war es das dritte Mal, dass wir einen Befähigungskurs gemeinsam begleitet haben; und ich darf Ihnen, verehrte Anwesende, verraten, dass auch für uns daraus keine Routine geworden ist; es bedurfte auch für uns zu jedem Termin einer intensiven Vorbereitung. Als Grundlage dient das sogenannte Celler Modell, ein Arbeitsmodell, das in den Neunziger Jahren in einer konfessionsübergreifenden Gruppe von etwa einem Dutzend in Sterbebegleitung erfahrener Frauen und Männer verfasst worden ist. Unter dem Mantel der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche in Deutschland, mit der etwas sperrigen Abkürzung VELKD arbeitete dieses Gremium in Celle. Also: Wir alle, Teilnehmende und Leitende, können auf ein Jahr intensiver Auseinandersetzung mit dem Hospizgedanken zurückblicken und sind froh, dass dieser Abschnitt erst einmal gut zu Ende gekommen ist.

Und das ist mein zweiter Gedanke heute: An diesem Celler Modell ist zu erkennen, dass die Hospizarbeit in einem ständigen Prozess der Weiterentwicklung steht. Das zeigt schon der Arbeitstitel des Modells. Zu Beginn hieß es: Verlass mich nicht, wenn ich schwach werde; das ist ja eindeutig ein Blickwinkel von dem Menschen her, der Begleitung erbittet. Jetzt heißt das Modell Sterbende begleiten lernen; nun steht der Hospizhelfer, die Hospizhelferin im Fokus. Das ist nicht zufällig so: Mussten wir anfangs besonders viel lernen über den Menschen, den es zu begleiten gilt, so kommt in steigendem Maße die Frage nach der Eignung der Begleitenden in den Blick. Das Ziel der Hospizarbeit ist das gleiche geblieben: Es geht darum, schwerstkranke und sterbende Menschen ein Stück weit auf ihrem Weg zu begleiten; aber ich komme noch einmal auf die beiden Überschriften zurück: Jahre lang hieß es: „Verlass mich nicht, wenn ich schwach werde“. Nun heißt es: „Sterbende begleiten lernen“. - Im nahen Trier, wo es auch schon seit mehr als zehn Jahren den Trierer Hospizverein gibt, und wo vor gut zwei Jahren das Hospizhaus eröffnet werden konnte, - in Trier also findet jedes Jahr im Herbst ein Hospiztag statt mit einem bestimmten Motto. Vor zwei Jahren hatte der Hospiztag den Arbeitstitel: „Auf dem Weg zwischen bürgerschaftlichem Engagement und wachsender Professionalität“. Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen: Thema eines örtlichen Hospiztages: „Auf dem Weg zwischen bürgerschaftlichem Engagement und wachsender Professionalität“! Wir alle in unserer Gesellschaft sind uns im Klaren darüber, dass hospizliche Sterbebegleitung eine ausgeprochene Aufgabe des Ehrenamts ist. Darin liegt ihre große Chance und auch ihre Glaubwürdigkeit begründet: Hospizarbeit ist keine berufliche Tätigkeit, für die man leistungsentsprechend bezahlt wird, keine weitere Spezialistenaufgabe wie die ärztlichen und die pflegerischen Berufe. Es geht nicht um Profit und Karriere. Aber - und nun kommt das große ABER, Auch an das hospizliche Ehrenamt werden in zunehmendem Maß Qualitätskriterien angelegt, das meint der Begriff der „wachsenden Professionalität“: Profession nicht als geldwerter Beruf, sondern Profession als mit bestimmten Qualifikationsmerkmalen ausgestattetes Engagement. In dieser Entwicklung sehe ich ein gewisses Problem in der Wertschätzung des Ehrenamts. Immer schon zum Beispiel war es für die Hospizhelfer um der eigenen Sicherheit willen erforderlich, die Begleitungen in ihren einzelnen Terminen zu dokumentieren. Diese schriftliche Dokumentation bildet gleichzeitig die Grundlage für das Ausmaß finanzieller Beteiligung seitens der Landespolitik und des Krankenkassenverbandes. Die Verpflichtung zur regelmäßigen Teilnahme an den Gruppentreffen muss jährlich erneuert werden, und die Quali-tätsbeauftragte hat darüber Rechenschaft abzulegen, dass die Treffen in erster Linie der weiteren Information und der Zurüstung dienen. Darüberhinaus gibt es auf Landes- und Bundesebene im gesetzgeberischen Bereich die Bestrebung, Hospizarbeit und Palliativpflege in einem Netzwerk zu verknüpfen. Die Palliativpflege bzw. aus ärztlicher Sicht die Palliativmedizin hat nicht das erklärte Ziel, Menschen in Krankheit und Sterbensnähe in erster Linie gesundzupflegen oder zu heilen, sondern ihnen ihren Leidensweg in menschenwürdiger Weise zu lindern. Und es ist naheliegend, dass hier die verschiedenen Ansätze nicht nebeneinander her aktiv sind, sondern sich in sinnvoller Weise vernetzen.

Aber daran möchte ich nun meinen dritten Gedanken heute anknüpfen: Wie ist das mit der Qualifikation im Ehrenamt? Was unterscheidet den fürs Ehrenamt Befähigten vom beruflich ausgebildeten Mitarbeiter? In welchem Ausmaß ist auch für das Ehrenamt eine Qualitätskontrolle notwendig? Oder, anders gesagt: Wie groß ist die Gefahr, dass Kontrollmechanismen die spontane Freude am Ehrenamt verringern, ja abwürgen? Schon vor acht Jahren, auf einer Hospiztagung der evangelischen Akademie im Rheinland, sprach Prof. Reimer Gronemeyer von der Uni Giessen kritisch über das angedeutete Dilemma. Er formulierte in der Diskussionsrunde in bewusster Zuspitzung den Satz: „Die Qualitätskontrolle ersetzt das Christentum“. Hier sind wir aufgerufen, stets auf das rechte Maß zu achten. Ich bin froh, dass der Begriff Ehrenamt heute selbstverständlich ist. Früher sprach man gerne vom Nebenamt wie in einer Abstufung vom Hauptamt zum Nebenamt. Professor Gronemeyer fand damals noch eine weitere sehr kritische Formulierung zum Thema Sterbebegleitung in unserer Gesellschaft. Er sagte: „Die Tatsache, dass wir Hospize brauchen, ambulant oder stationär, ist eine gesellschaftliche Katastrophe“. Gemeint ist damit: Wir sind heute vielfach nicht mehr in der Lage, in unseren gesellschaftlichen Strukturen, besonders in den Familien, unsere Schwerkranken und Sterbenden zu integrieren; also überlassen wir das der Hospizbewegung. Das kann durchaus als problematisch angesehen werden. In muslimischen Familien sieht das auch heute noch weithin anders aus, Sterbebegleitung ist selbstverständliche Aufgabe der Familie. Aber auch dort wird schon gefragt: wie lange noch hält diese Tradition? Nun, diese gesellschaftliche Frage können wir heute Abend nicht weiter vertiefen. Ich möchte ausdrücklich betonen: Hospizliche Begleitung schwerkranker und sterbender Mitmenschen bei uns ist eine sehr wichtige Aufgabe für Hauptamtliche, ohne die es in der Tat einfach nicht geht, in besonderem Maße aber in der Breite der Arbeit für Ehrenamtliche.

Ich komme zum Schluss: Wir dürfen froh sein und -bei allen kritischen Zwischentönen- uns glücklich schätzen, dass die moderne Hospizbewegung, die in den sechziger Jahren in England ihren Ursprung hatte, seit zwanzig Jahren auch in Deutschland zunehmend eine selbstverständliche Erscheinung ist, und dass es Menschen gibt, die bereit sind, sich hier ehrenamtlich zu engagieren. In Wittlich sind bisher in vier Befähigungskursen etwa 40 Bürgerinnen und Bürger für die ambulante Hospizarbeit qualifiziert worden, die Teilnehmenden des letzten Kurses sind ja heute Abend unter uns und auch einige aus den früheren Kursen. Tatsache ist: Zur Zeit sind von diesen 40 Personen etwa 25 aktiv, das heißt: Einige haben sich inzwischen wieder zurückgezogen aus Gründen des Alters, von Krankheiten oder von geänderter Lebensorientierung. Ich sehe darin eine menschlich normale Entwicklung in einem verantwortlichen Ehrenamt. Diejenigen Mitmenschen, die bisher in diesem Ehrenamt tätig waren, und auch die unter uns, die weiterhin bereit sind, trotz zunehmender Professionalisierung diese Aufgabe wahrzunehmen, verdienen unseren Respekt, unsere Anerkennung und unsere Unterstützung. Und bei Unterstützung denke ich durchaus auch an die großzügige Bereitstellung der notwendigen strukturellen Hilfen.
Ihnen, unseren ehrenamtlichen Hospizhelferinen und Hospizhelfern, gilt unsere heutige Feierstunde.


Ich danke Ihnen.